Die Lengenbacher

Theaterverein

1995      „ Prost Mahlzeit“ (Die Fischpredigt)

von Erich Hadenmeister    -     in 3 Akten


Darsteller:

Karl Firlinger, Kleinbauer    Peter Marescek
Anna, sein Weib        Michaela Käßmayer
Rosl, deren Tochter        Petra Knet
Linitant, Großbäuerin        Christa Steigberger
Hans Windling        Johann Hickelsberger
Gustl Reindl, Briefträger    Josef Feiertag
Gundi, Magd            Kornelia Thoma
Vinzenz Kimmerl        Johann Feiertag

Souffleuse            Annemarie Hinterwallner
Maske                Martina Stapfer

Regie                Elfriede Riesinger

Zum Inhalt:

Der Bauer Firlinger hat Geburtstag und zu diesem Anlass hat er Gäste eingeladen:
Die Lini Tant, seine Schwester, die alleinstehend und sehr wohlhabend ist und eigentlich nur zu „Erbzwecken“ geladen wurde. Der Windling Hans, der reiche Bauernsohn, mit dem der Bauer seine Tochter Rosl gegen ihren Willen gleich bei der Geburtstagsfeier verloben möchte und der Briefträger Gustl, der um die Hand der Rosl anhalten möchte und eigentlich nicht eingeladen wurde, sondern nur vom Bauern geduldet wird.
Kurz bevor die Gäste eintreffen, liest der Bauer in der Zeitung, dass in Brüssel 8 Personen und ein Hund nach dem Verzehr von nicht mehr ganz frischen Fleischspeisen an Vergiftungserscheinungen erkrankt sind und nun die Gastgeber wegen fahrlässiger Gefährdung des Lebens ihrer Mitmenschen in Haft genommen wurden.
Zur gleichen Zeit kommt seine Frau Anna in die Stube und schimpft fürchterlich über den Schnurxl, den Hund des Bauern, der aus der Speisekammer ein großes Stück Speck gestohlen hat. Da der Bauer aber zuvor den Artikel in der Zeitung gelesen hat, lassen ihm die Würste keine Ruhe und er beschließt, zuerst dem Schnurxl eine davon zu geben, bevor die Gäste kommen. Überlebt er es, sind sie gut, überlebt er es nicht, sind sie schlecht. Gesagt – getan.
Als die Gäste endlich alle da sind und der Schnurxl quietschfidel im Hof herumtollt, steht dem Festessen nichts mehr im Weg. Alle setzen sich zu Tisch und der große Schmaus beginnt. Mitten in diese geselligen Runde platzt plötzlich die Magd Gundl und berichtet erschrocken, dass sie den Schnurxl im Hof tot aufgefunden hätte.
Der Bauer und seine Frau erstarren vor Schreck und wollen die Todesursache vertuschen, indem sie die Gundl zum Schweigen auffordern und sie aus der Stube schicken. Alle wundern sich, dass die Eheleute wegen des Hundes so ein Tamtam machen, lassen sich aber für’s Erste von ihnen beruhigen.
Als der Firlinger und seine Frau sich vom ersten Schrecken erholt haben, beschließen sie, den Gästen die Wahrheit schonend beizubringen und ihnen einzeln reinen Wein einzuschenken, indem sie ihnen den Artikel aus Brüssel vorlesen und ihnen somit verständlich machen, dass die Würste, die sie gegessen hatten, nicht mehr in Ordnung waren und sie nun an einer Fleischvergiftung sterben müssten.
Wie wird die ganze Familie samt ihren Gästen aus diesem Schlamassel wieder herauskommen?